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Preveza – Stadtleben am Ambrakischen Golf

4. Sept.
11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 13 Stunden

Blick über die Dächer von Preveza bei Sonnenuntergang.


Zwischen Altstadt, Hafen und Meer


Preveza ist keine Stadt, die man mit einem einzigen Bild erklären kann. Da ist die Promenade mit ihren Cafés und Tavernen. Dahinter beginnen die schmalen Straßen der Altstadt, kleine Geschäfte und ganz normale Wohnviertel. In der Marina liegen Segelboote und Yachten, während nur wenige Straßen weiter eingekauft, gearbeitet und der Alltag erledigt wird.


Und dann ist da überall das Wasser. Preveza liegt direkt am Eingang des Ambrakischen Golfs. Auf der einen Seite öffnet sich der geschützte Golf, auf der anderen liegt das Ionische Meer. Diese besondere Lage hat die Stadt über Jahrhunderte geprägt – wirtschaftlich, militärisch und bis heute im täglichen Leben.


Darin liegt ein großer Teil des Reizes von Preveza. Man kann hier Urlaub machen, ohne ständig das Gefühl zu haben, sich in einem Ferienort zu befinden.



Kurzinfo: Preveza


Ort: Preveza, Epirus, am Eingang des Ambrakischen Golfs

Ideal für: Stadtbummel, Einkaufen, Tavernen, Geschichte, Strandtage, Segeln und Ausflüge in die Umgebung

Gut zu wissen: Preveza ist eine ganzjährig bewohnte Stadt. Neben Hotels, Tavernen und touristischen Angeboten gibt es hier alles, was zum normalen täglichen Leben gehört – von Supermärkten und Fachgeschäften bis zu Fitnessstudios, Einrichtungshäusern und medizinischer Versorgung.

Beste Zeit: Frühjahr bis Herbst. Im Juli und August wird es vor allem am Abend deutlich lebhafter. Außerhalb der Hauptsaison geht es ruhiger zu, ohne dass die Stadt ihren Charme verliert.

Unfiltered Tipp: Plane nicht nur einen schnellen Rundgang durch die Altstadt ein. Besonders am Abend lohnt es sich, noch einmal entlang der Promenade bis zur Marina zu laufen. Dann zeigt Preveza eine ganz andere Seite als am Vormittag.

Standort: Historisches Zentrum und Hafenpromenade von Preveza – auf Google Maps ansehen



Eine Stadt, in der wirklich gelebt wird


Preveza ist nicht nur auf Besucher ausgerichtet.


Die Stadt bietet praktisch alles, was man im täglichen Leben braucht: verschiedene Supermärkte, kleinere Lebensmittelgeschäfte, Möbel- und Einrichtungshäuser, Fitnessstudios, Werkstätten, Apotheken, ärztliche Versorgung, Banken und Behörden.


Das klingt zunächst wenig spektakulär, ist für das Gefühl der Stadt aber wichtig. Auch im Sommer wirkt Preveza nie wie ein Ort, der ausschließlich für Urlauber geschaffen wurde. Zwischen Cafés, Unterkünften und Geschäften läuft gleichzeitig der ganz normale Alltag weiter.


Wenn die Hauptsaison vorbei ist, wird es ruhiger – aber Preveza lebt weiter.



Zwischen Promenade und Altstadt


Die Uferpromenade gehört zu den Bereichen, an denen sich der Charakter von Preveza besonders schnell zeigt. Auf der einen Seite liegen Boote im Wasser, auf der anderen reihen sich Cafés und Tavernen aneinander. Von hier sind es nur wenige Schritte bis in das historische Zentrum.


Dort verläuft die Ethnikis Antistaseos, die zentrale Einkaufsstraße der Altstadt. In Preveza wird sie traditionell schlicht als „Agora“ bezeichnet. Von ihr zweigen gepflasterte Gassen ab, die hinunter zur Promenade oder weiter hinein in die älteren Viertel führen. Viele der Häuser sind niedrig, und Balkone, kleine Innenhöfe, Geschäfte und Tavernen wechseln sich entlang der Straßen ab.


Die Altstadt ist dabei nicht besonders groß. Man kann einfach loslaufen – und gerade dadurch entdeckt man oft mehr als mit einer festen Liste von Sehenswürdigkeiten.




Wenn Preveza am Abend voller wird


Im Sommer verändert sich Preveza am Abend spürbar. Entlang der Promenade bis hinüber zur Marina sind dann viele Menschen unterwegs. Trotzdem wirkt das Ganze selten hektisch. Es ist eher ein gemütliches Treiben aus Spaziergängern, Familien, Gruppen von Freunden und Menschen, die noch irgendwo etwas essen oder trinken gehen.


Dazwischen stehen kleine Verkaufsstände. An einigen werden Maiskolben gegrillt, andere verkaufen Schmuck oder kleine handgemachte Dinge. Ein Verkaufswagen bietet Süßigkeiten und Loukoumades an, und oft liegt der süße Duft der frisch frittierten Loukoumades in der Luft. Immer wieder trifft man auch auf Straßenmusiker.


Je weiter man in Richtung Marina läuft, desto stärker verändert sich das Bild. Segelboote und Yachten liegen an den Stegen, Menschen schlendern am Wasser entlang und ganz am Ende tauchen in einiger Entfernung die bunten Lichter eines kleinen Luna-Parks auf. Von der Promenade aus erkennt man dort auch die beleuchteten Konturen des Riesenrads. Es ist kein großes Wahrzeichen, das die Marina überragt, sondern eher ein kleines farbiges Detail am Ende des Blicks.


Die beleuchtete Promenade, die Boote in der Marina, Straßenmusik, der süße Duft der Loukoumades und ganz hinten die Lichter des Luna-Parks ergeben zusammen eine Abendstimmung, die schwer auf ein einzelnes Element zu reduzieren ist. Auch wenn es im Hochsommer voll werden kann, bleibt die Atmosphäre meist entspannt.


Außerhalb der Hauptsaison wird es deutlich ruhiger. Die Promenade leert sich früher und das Treiben wird gemächlicher. Weniger charmant ist Preveza deshalb nicht – dann zeigt sich nur eine andere Seite der Stadt.



Einkaufen gehört zum Stadtleben


Wer durch Preveza läuft, verbindet Einkaufen fast automatisch mit einem Spaziergang durch die Stadt.


Entlang der Ethnikis Antistaseos und in den angrenzenden Straßen liegen Modegeschäfte, Schuhläden, Schmuckgeschäfte und kleinere Fachgeschäfte. Rund um Seitan Pazar findet man außerdem Kunsthandwerk und Souvenirs.


Dazu kommt der Wochenmarkt. Der reguläre Laiki-Markt wurde 2021 offiziell eingerichtet und findet samstags an der Kitsou-Tzavella-Straße beim Athanasia-Tsoumeleka-Stadion statt. Angeboten werden vor allem Produkte lokaler Erzeuger.


Preveza ist keine Shoppingstadt im klassischen Sinn, aber wer ohnehin durch das Zentrum läuft, landet fast automatisch mitten im normalen Einkaufsleben.




Eine Stadt an einem strategischen Punkt


Die Geschichte des heutigen Preveza beginnt wesentlich später als die des nahe gelegenen Nikopolis. Ein eindeutiges Gründungsjahr lässt sich nicht festlegen. Die historischen Hinweise zwischen dem späten 13. und dem 15. Jahrhundert sind dünn. Die erste klare schriftliche Erwähnung des Namens Preveza findet sich 1429 in der griechischen Fassung des „Chronicon Moreae“.


Auch die Herkunft des Namens ist nicht abschließend geklärt. Es gibt unter anderem eine slawische, eine albanische und eine italienische Erklärung. Die vorgeschlagenen Deutungen reichen von Übergang und Transport bis hin zu Versorgung und könnten mit der besonderen geografischen Lage der Stadt zusammenhängen.


Denn Preveza liegt an einem strategisch entscheidenden Punkt: Wer die schmale Einfahrt in den Ambrakischen Golf kontrollierte, kontrollierte zugleich den Zugang zu einem großen Teil des dahinterliegenden Gebietes.



Venezianer, Osmanen und eine berühmte Seeschlacht


Preveza wechselte im Laufe seiner Geschichte mehrfach zwischen osmanischer und venezianischer Herrschaft. Eine der bekanntesten Episoden spielte sich 1538 auf dem Meer vor der Stadt ab. Am 28. September traf die osmanische Flotte unter Hayreddin Barbarossa auf die Flotte der Heiligen Liga unter dem Kommando Andrea Dorias. Die Osmanen gewannen die Seeschlacht von Preveza, die zu den bedeutendsten Seeschlachten des 16. Jahrhunderts im Mittelmeer zählt.


Im frühen 18. Jahrhundert begann die letzte längere venezianische Phase. Nach dem Frieden von Passarowitz kam Preveza 1718 wieder unter venezianische Herrschaft und blieb dort bis zum Ende der Republik Venedig im Jahr 1797. Der Hafen gewann in dieser Zeit an Bedeutung, und Preveza wurde zu einem wichtigen Zugang nach Epirus.


1797 übernahmen französische Truppen die Stadt. Bereits ein Jahr später eroberte Ali Pascha Preveza. Die anschließenden Zerstörungen und Plünderungen gingen als „Chalasmos von Preveza“ in die lokale Geschichte ein. Am 21. Oktober 1912 wurde Preveza schließlich während des Ersten Balkankrieges von der griechischen Armee eingenommen und Teil Griechenlands.



Drei Burgen und eine schmale Meerenge


Dass Preveza über Jahrhunderte so oft umkämpft war, versteht man besonders gut, wenn man sich die Befestigungen der Stadt ansieht. Agios Andreas gehört zu den ältesten großen Festungsanlagen Prevezas. Unter Ali Pascha wurde das bereits bestehende Kastell zwischen 1807 und 1808 grundlegend umgebaut und verstärkt.


Agios Georgios, auch Yeni Kale genannt, entstand Anfang des 19. Jahrhunderts am südlichen Rand der damaligen Stadt. Die Festung liegt heute im Bereich Kyani Akti, nur wenige Schritte von der Küste entfernt. Ihr befestigter Außenring mit den schrägen Mauern und Bastionen ist noch erstaunlich gut erhalten. Das Innere der ehemaligen Militäranlage ist derzeit allerdings nicht zugänglich. Weiter westlich liegt das Kastell von Pantokratoras direkt am Wasser.


Zusammen mit weiteren Befestigungen gehörten diese Anlagen zu einem großen Verteidigungssystem, das unter Ali Pascha ausgebaut wurde und vor allem die Stadt, ihren Hafen und den Zugang zum Ambrakischen Golf sichern sollte. Heute wirken die Mauern still, doch früher entschieden solche Positionen darüber, wer Schiffe in den Golf hinein- oder herauslassen konnte.


An der Außenmauer des Kastells Agios Andreas erinnert heute ein Denkmal an die Gefallenen der Kriege von 1912 bis 1940. Auf der großen Tafel sind zahlreiche Namen aus Preveza verzeichnet. Die weiße Figur mit einem Kranz in der Hand steht unmittelbar davor, begleitet von griechischen Fahnen. Bis heute dient der Platz bei nationalen Gedenk- und Feiertagen als Ort für Kranzniederlegungen.




Agios Charalambos und der venezianische Uhrturm


Mitten in der Altstadt stehen zwei der bekanntesten Bauwerke Prevezas direkt nebeneinander: die Kirche Agios Charalambos und der venezianische Uhrturm. Der Uhrturm wurde 1792 während der venezianischen Herrschaft errichtet.


Lange Zeit wurde die beschädigte Jahreszahl der Inschrift als 1752 gelesen. Eine historische Untersuchung konnte diese Datierung korrigieren: Der Turm entstand 1792 während der Amtszeit des venezianischen Provveditore Alessandro Semitecolo. Auch die ursprünglich für Preveza gefertigte Glocke stammt aus Venedig und wurde bereits 1791 gegossen.


Direkt daneben steht die Kirche Agios Charalambos aus dem 18. Jahrhundert. Zwischen Einkaufsstraße, Cafés und den umliegenden Gassen gehört dieses Ensemble ganz selbstverständlich zum heutigen Stadtbild.




Seitan Pazar und die Geschichte mit der Seife


Nur wenige Schritte entfernt liegt Seitan Pazar. Der Name bedeutet sinngemäß „Teufelsmarkt“. Eine lokale Überlieferung erzählt von einem osmanischen Kommandanten, der bei den Bewohnern des Viertels wenig beliebt gewesen sein soll. Eines Nachts hätten sie das steile Kopfsteinpflaster mit Seife eingerieben.


Als der Kommandant am nächsten Tag mit seinem Pferd durch die Straße ritt, soll das Tier ausgerutscht sein. Der Mann soll daraufhin „Seitan Pazar!“ gerufen haben. Davon, so erzählt man sich, habe die Straße ihren Namen erhalten. Die Stadt selbst gibt diese Geschichte ausdrücklich als lokale Erzählung wieder.


Ob sie sich tatsächlich so abgespielt hat, lässt sich heute kaum feststellen. Aber sie gehört längst zu Preveza. Heute sitzen Menschen in den kleinen Lokalen der Straße, kaufen ein oder laufen einfach hindurch – Geschichte und Alltag liegen auch hier wieder direkt nebeneinander.


Seit 2024 erinnert im Seitan Pazar außerdem ein kleines Denkmal an die Geschichte von Theofilos Papageorgiou und Kiki Kastani. Die beiden jungen Menschen aus Preveza waren ein Paar, doch der Zweite Weltkrieg verhinderte ihre gemeinsame Zukunft. Theofilos fiel 1940 an der Front in Thesprotia, Kiki kam wenige Monate später bei einem Angriff deutscher Stukas ums Leben. Das Relief wurde von dem Film „Thysia“ inspiriert, der ihre Geschichte erzählt und teilweise genau hier im Seitan Pazar gedreht wurde.




Ein Olivenhain aus venezianischer Zeit


Rund um Preveza stehen noch immer erstaunlich viele alte Olivenbäume. Ein Teil dieser Landschaft geht auf die venezianische Zeit zurück. Der Olivenanbau wurde damals stark gefördert und entwickelte sich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig.


Häufig wird für den historischen Olivenhain eine Zahl von rund 140.000 Bäumen genannt. Die historische Forschung weist allerdings darauf hin, dass diese genaue Zahl nicht durch zeitgenössische Archivquellen belegt ist. Sicher dokumentiert sind dagegen etwa 135.000 Olivenbäume im Jahr 1912 und rund 130.000 im Jahr 1938. Seitdem ist der Bestand durch die Ausdehnung der Stadt und andere Nutzungen erheblich zurückgegangen.


Trotzdem stehen die alten Bäume noch heute in und um Preveza. Sie gehören zu den historischen Spuren, die leicht übersehen werden, weil sie weder eine Eintrittskasse noch ein Hinweisschild haben.



Eine fast verschwundene jüdische Geschichte


Auch eine jüdische Gemeinde gehörte einmal zu Preveza. Um 1900 lebten etwa 300 jüdische Einwohner in der Stadt, überwiegend Romanioten. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand hier die Synagoge „Kaal Kadosh Tefilah Limose“. Neuere historische Forschung weist darauf hin, dass Ende 1931 an diesem Standort ein neues Synagogengebäude errichtet wurde.


Vor der nationalsozialistischen Verfolgung bestand die Gemeinde noch aus rund 250 Menschen. Am 25. März 1944 wurden die jüdischen Bewohner der Stadt verhaftet und deportiert. Nur 15 überlebten. Nach dem Krieg entstand die Gemeinde nicht neu; 1958 wurde sie auch formal aufgelöst.


Die Synagoge existiert heute nicht mehr. Seit 2022 erinnert am heutigen OTE-Gebäude, das an ihrer Stelle steht, eine Informationstafel an die jüdische Gemeinde und ihre Geschichte. Es ist nur ein kleiner Hinweis im heutigen Stadtbild, aber auch diese Geschichte gehört zu Preveza.



Kostas Karyotakis und eine kurze Zeit in Preveza


Ein weiterer Name ist eng mit der Stadt verbunden: Kostas Karyotakis. Der Dichter kam im Juni 1928 als Beamter nach Preveza und verbrachte nur etwas mehr als einen Monat in der Stadt. Am 21. Juli desselben Jahres nahm er sich im Gebiet Vathy das Leben.


In der Altstadt erinnert eine Büste an Karyotakis. Sie steht auf der kleinen Platia Dardanellion, nur wenige Schritte von Seitan Pazar und seinem damaligen Wohnhaus entfernt.


Sein letzter Aufenthalt führte dazu, dass Preveza lange stark mit der düsteren Stimmung seiner späten Texte verbunden wurde. Das ist Teil der Geschichte der Stadt, aber eben nur eine ihrer vielen Seiten.




Stadt und Strand liegen ungewöhnlich nah beieinander


Für einen Urlaub in Preveza muss man sich nicht unbedingt zwischen Stadt und Meer entscheiden. Kyani Akti liegt unmittelbar bei der Stadt. Hinter dem Strand befindet sich ein grüner Bereich mit großen Eukalyptusbäumen. Hier wird außerdem noch Ambali gespielt – ein traditionelles Kugelspiel mit Metallkugeln, dessen lange Tradition in Preveza bis in die venezianische Zeit zurückgeführt wird.


Etwas weiter liegt Pantokratoras mit dem Kastell direkt am Wasser und dem Blick hinaus aufs Ionische Meer. Wer anschließend weiter nach Norden fährt, erreicht die langen Strände der Ionischen Küste. Insgesamt erstreckt sich die Küste der Gemeinde Preveza über viele Kilometer.


Dadurch funktioniert Preveza gut für einen Urlaub, bei dem ein Stadtbummel und ein Strandtag nicht zwei völlig verschiedene Reisen sein müssen.




Fisch, Ouzo und der Ambrakische Golf


Auch beim Essen merkt man, wie eng Preveza mit dem Wasser verbunden ist. Fisch und Meeresfrüchte gehören fest zur lokalen Küche. Besonders bekannt sind die kleinen Sardinen, die hier Papalina genannt werden. Dazu kommen unter anderem Meeräsche, Muscheln, Garnelen und andere Produkte aus dem Ambrakischen Golf.


Ouzerien, Mezedopoleia und Fisch-Tavernen findet man sowohl in der Altstadt als auch entlang der Promenade. Essen ist hier nicht nur etwas, das zwischen zwei Sehenswürdigkeiten erledigt wird, sondern gehört zum sozialen Leben der Stadt.


Anfang August wird das besonders sichtbar, wenn das Sardinenfest stattfindet. Dann werden die kleinen Sardinen frisch gegrillt und mit regionalem Gemüse und Wein serviert, während Musik und Tanz zum Fest gehören.



Der Ambrakische Golf beginnt direkt vor der Haustür


Von der Promenade schaut man nicht einfach auf irgendeine große Bucht. Der Ambrakische Golf bildet zusammen mit seinen Lagunen, Flussdeltas und angrenzenden Feuchtgebieten einen ökologisch besonders wertvollen Naturraum. In seinen Gewässern leben unter anderem Große Tümmler und Caretta-Caretta-Meeresschildkröten, während in den Feuchtgebieten rund um die Flussdeltas zahlreiche Vogelarten nachgewiesen wurden.


Vom Hafen aus werden außerdem Ausflüge in den Golf angeboten. So kann ein Tag in Preveza morgens in den Gassen der Altstadt beginnen und einige Stunden später auf dem Wasser weitergehen.


Auch darin zeigt sich wieder, wie eng Stadt und Landschaft miteinander verbunden sind.



Kultur gehört zum Jahresrhythmus


Preveza lebt kulturell nicht nur während der beiden Hauptmonate des Sommers. Zu den etablierten Veranstaltungen gehören das Preveza Jazz Festival im späten Frühjahr und das Internationale Chorfestival im Sommer. Dazu kommen Osterbräuche, Sommerveranstaltungen, das Sardinenfest und zahlreiche kleinere Konzerte und Feste.


Viele davon finden nicht in abgeschlossenen Veranstaltungshallen statt. Promenade, Plätze, Burgen und Gassen werden selbst zur Bühne – auch das passt zur Stadt.



Und gleich hinter Preveza beginnt die Antike


So viel Geschichte Preveza selbst besitzt – die bekannteste antike Stadt der Umgebung liegt nur wenige Kilometer außerhalb. Nikopolis wurde von Octavian nach seinem Sieg über Marcus Antonius und Kleopatra in der Seeschlacht von Actium 31 v. Chr. gegründet.


Preveza selbst sollte deshalb nicht mit Nikopolis gleichgesetzt werden. Spannender ist die räumliche Nähe: Innerhalb weniger Kilometer wechselt man von einer lebendigen modernen Hafenstadt zu den Ruinen einer großen römischen Stadt. Auch das römische Aquädukt, Kassope, Zalongo und andere historische Orte liegen von Preveza aus gut erreichbar in der Region.


Die Stadt eignet sich deshalb nicht nur als Reiseziel für sich selbst, sondern auch als guter Ausgangspunkt, um einen größeren Teil von Epirus und der Ionischen Küste kennenzulernen.




Eine Stadt zwischen Urlaub und Alltag


Preveza lässt sich nicht eindeutig in eine Schublade stecken. Die Stadt ist Hafenstadt, Urlaubsort, Einkaufsstadt und gleichzeitig ein guter Ausgangspunkt für Strände und historische Orte in der Umgebung.


Am Morgen öffnen die Geschäfte und Cafés, Fischerboote liegen im Hafen und in der Marina legen Segler an. Nur wenige Straßen weiter läuft der ganz normale Alltag. Am Abend füllt sich die Promenade, Straßenmusik ist zu hören, Menschen schlendern am Wasser entlang und in der Ferne leuchten die bunten Lichter des Luna-Parks.


Preveza versucht dabei nicht besonders stark, wie ein Ferienort auszusehen. Urlaub und Alltag existieren hier einfach nebeneinander – und gerade dieses Nebeneinander prägt den Charakter der Stadt.



Praktische Hinweise für deinen Besuch


Anreise: Preveza liegt im Süden von Epirus. Der Flughafen Aktion befindet sich ungefähr acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Über den Unterwassertunnel ist die Stadt direkt mit Aktio und der südlich gelegenen Küste verbunden.

Parken: Rund um das Zentrum und im Bereich der Marina gibt es verschiedene Parkmöglichkeiten. Im Hochsommer und besonders am Abend kann es deutlich voller werden.

Zu Fuß: Altstadt, Promenade, Einkaufsstraßen und Marina lassen sich gut miteinander verbinden. Für Pantokratoras, Alonaki oder weiter entfernte Strände ist ein Auto praktischer.

Einkaufen: Die Ethnikis Antistaseos und die angrenzenden Gassen bilden das wichtigste Einkaufsgebiet im historischen Zentrum.

Strand: Kyani Akti liegt direkt bei der Stadt. Pantokratoras befindet sich etwas weiter westlich. Entlang der Ionischen Küste folgen zahlreiche weitere Strände.

Beste Tageszeit: Für einen Stadtbummel eignen sich Morgen und später Nachmittag besonders gut. Im Sommer entwickelt die Promenade am Abend ihre ganz eigene Atmosphäre.

Nebensaison: Auch außerhalb der Hochsaison lohnt sich Preveza. Es wird ruhiger, aber weil die Stadt ganzjährig bewohnt ist, bleibt das normale Leben bestehen.



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„I Love Preveza“-Schriftzug an der Hafenpromenade von Preveza mit Segelbooten und Marina im Hintergrund.

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