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Ein Spaziergang durch die Altstadt von Arta

13. Aug.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Sept.

Blick über die Dächer von Arta mit historischer Altstadt und dicht bebautem Stadtzentrum in der Region Epirus.


Eine Stadt, die uns überrascht hat


Eigentlich hatten wir nur ein Ziel.


Wir wollten die berühmte Brücke von Arta sehen, ein wenig durch die Stadt schlendern und anschließend wieder weiterfahren.


Doch schon nach den ersten Straßen wurde klar, dass Arta deutlich mehr zu bieten hat, als wir erwartet hatten.



Kurzinfo: Altstadt von Arta


Ort: Arta, Epirus, im Nordwesten Griechenlands

Ideal für: Geschichte, byzantinische Kirchen, Architektur, Fotografie, kleine Plätze und entspanntes Erkunden zu Fuß

Gut zu wissen: Das heutige Arta steht auf den Spuren des antiken Ambrakia und war im Mittelalter Hauptstadt des Despotats Epirus. Deshalb entdeckt man bei einem Spaziergang Bauwerke und Spuren aus ganz unterschiedlichen Epochen.

Beste Zeit: Vormittags oder am späteren Nachmittag, wenn sich die Straßen angenehm zu Fuß erkunden lassen und gleichzeitig noch genügend Zeit bleibt, spontan bei Kirchen, Plätzen und kleinen Entdeckungen stehen zu bleiben.

Unfiltered Tipp: Nicht versuchen, jede Sehenswürdigkeit vorher auf einer Karte zu markieren. Uns hat gerade gefallen, ohne festen Plan durch Arta zu laufen. Viele Kirchen, Statuen und historische Details haben wir erst entdeckt, weil wir einfach der nächsten Straße gefolgt sind.

Standort: Altstadt von Arta auf Google Maps ansehen



Geschichte begegnet einem auf Schritt und Tritt


Ohne Stadtplan und ohne vorher nach Sehenswürdigkeiten zu suchen, liefen wir einfach los.


Schon nach wenigen Minuten standen wir vor einem historischen Gebäude. Wenige Straßen weiter folgte das nächste. Dazwischen entdeckten wir kleine Plätze und immer wieder Statuen und Denkmäler, die uns neugierig machten.


Es fühlte sich an, als würde hinter jeder Ecke ein weiteres Stück Geschichte auf uns warten.


Dabei ist das kein Zufall.


Die heutige Stadt liegt auf den Überresten der antiken Stadt Ambrakia, die im 7. Jahrhundert v. Chr. von Siedlern aus Korinth gegründet wurde. Später machte König Pyrrhos sie zur Hauptstadt seines Königreichs. Auch wenn von dieser Zeit heute nur noch einzelne Spuren erhalten sind, begleitet einen die lange Geschichte der Stadt bei jedem Spaziergang.




Eine Stadt mit vielen Jahrhunderten Geschichte


Besonders spannend fanden wir, dass Arta nicht nur eine bedeutende antike Stadt war.


Nach dem Vierten Kreuzzug im Jahr 1204 entwickelte sie sich zur Hauptstadt des Despotats Epirus und gehörte über viele Jahrzehnte zu den wichtigsten Städten Nordwestgriechenlands. Aus dieser Zeit stammen viele der byzantinischen Kirchen, die bis heute das Stadtbild prägen.


Vielleicht sind sie uns gerade deshalb so häufig aufgefallen.


Kaum hatte man eine Kirche hinter sich gelassen, tauchte wenig später schon die nächste auf. Dazwischen führten schmale Straßen vorbei an kleinen Geschäften, Cafés und Wohnhäusern. Alles wirkte erstaunlich selbstverständlich – als würden Geschichte und Alltag hier seit Jahrhunderten nebeneinander existieren.




Überraschend vielseitig


Je länger wir unterwegs waren, desto mehr entdeckten wir.


Die mittelalterliche Burg liegt am Rand der Altstadt und erinnert an die Zeit, als Arta ein politisches Zentrum der Region war. Immer wieder begegneten wir Statuen bedeutender Persönlichkeiten und kleinen Denkmälern, ohne gezielt danach gesucht zu haben.


Gleichzeitig spielt sich ringsherum ganz normales Stadtleben ab.


Menschen trinken ihren Kaffee, erledigen Einkäufe oder unterhalten sich auf den Plätzen. Genau das hat uns gefallen. Die historischen Bauwerke stehen nicht isoliert da, sondern gehören einfach zum Alltag.




Jenseits der berühmten Brücke


Natürlich bleibt die Brücke von Arta das bekannteste Wahrzeichen der Stadt.


Doch sie ist längst nicht alles.


Wer sich etwas Zeit nimmt, entdeckt eine Stadt, deren Geschichte sich über mehr als zweieinhalb Jahrtausende erstreckt. Von der antiken Gründung als Ambrakia über die Blütezeit als Hauptstadt des Despotats Epirus bis zum heutigen Arta haben viele Epochen ihre Spuren hinterlassen.


Vielleicht ist es gerade diese Mischung, die den Spaziergang so interessant macht.


Man muss nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit laufen oder einen festen Plan verfolgen. Oft reicht es, einfach durch die Straßen zu gehen und aufmerksam zu bleiben.



Die Altstadt von Arta, die wir so nicht erwartet hatten


Als wir Arta wieder verließen, dachten wir noch einmal an unseren ursprünglichen Plan.


Eigentlich wollten wir nur die berühmte Steinbrücke sehen.


Am Ende blieb uns aber vor allem der Spaziergang durch die Altstadt von Arta in Erinnerung. Die vielen Kirchen, die Burg, die Statuen und die kleinen historischen Details haben uns gezeigt, dass Arta weit mehr ist als nur die Stadt einer berühmten Brücke.


Genau solche Orte mögen wir an Griechenland besonders.


Sie erzählen ihre Geschichte nicht an einem einzigen Ort. Sie steckt in den Straßen, auf den Plätzen und zwischen den Häusern – und manchmal entdeckt man sie einfach, ohne überhaupt danach gesucht zu haben.



Praktische Hinweise für deinen Spaziergang durch Arta


Die Altstadt von Arta lässt sich gut zu Fuß erkunden. Viele interessante Orte liegen relativ nah beieinander, sodass man keinen festen Rundweg benötigt. Gerade deshalb lohnt es sich, zwischendurch auch einmal in kleinere Straßen abzubiegen.

Bequeme Schuhe sind sinnvoll, besonders wenn der Spaziergang länger wird oder ihr den Besuch mit der Burg und weiteren historischen Orten verbindet. Im Sommer können die Temperaturen tagsüber hoch sein. Der Vormittag und der spätere Nachmittag sind deshalb meist angenehmer für einen längeren Stadtbummel.

Wer historische Kirchen besichtigen möchte, sollte bedenken, dass nicht jede Kirche jederzeit geöffnet ist. Auch angemessene Kleidung gehört beim Betreten orthodoxer Kirchen dazu.

Für Fotos lohnt es sich, nicht nur die großen Bauwerke im Blick zu behalten. Alte Fassaden, kleine Plätze, Statuen, Türen und Details zwischen den Häusern erzählen oft genauso viel über Arta wie die bekannten Sehenswürdigkeiten.

Und vor allem: etwas Zeit offenlassen. Arta ist eine Stadt, bei der ein ungeplanter Abstecher schnell interessanter werden kann als der ursprünglich geplante Weg.



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