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Das Tanz-von-Zalongo-Denkmal

4. Juli
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Aug.

Denkmal zum Tanz von Zalongo auf einem Felsplateau in Epirus unter blauem Himmel.


Ein Ort zwischen Erinnerung und Horizont


Schon von weitem fällt die helle Silhouette auf.


Wer entlang der Küste von Preveza unterwegs ist, entdeckt sie manchmal überraschend zwischen Himmel und Bergen. Sechs Figuren, die scheinbar Hand in Hand über den Bergrücken ziehen. Aus der Entfernung wirkt das Monument fast leicht. Erst wenn man näherkommt, wird deutlich, wie groß es tatsächlich ist.


Oben auf dem Zalongo-Berg angekommen, fällt der Blick zunächst auf die Landschaft. Das Ionische Meer liegt in der Ferne, der Wind zieht über die Hänge, und die weiß-grauen Steinfiguren heben sich gegen den Himmel ab.


Das Denkmal erinnert an eines der bekanntesten Ereignisse der Geschichte von Epirus.



Kurzinfo: Tanz-von-Zalongo-Denkmal


Ort: Berg Zalongo, nahe Kamarina und Preveza, Epirus

Ideal für: Geschichte, weite Ausblicke, Fotografie, stille Orte und besondere Landschaftsmomente

Gut zu wissen: Das Denkmal erreicht man nicht direkt mit dem Auto. Vom Bereich des Klosters Agios Dimitrios führt ein gepflasterter Weg mit vielen Stufen hinauf zum Monument. Der Aufstieg gehört hier deutlich zum Erlebnis.

Beste Zeit: Morgens oder später Nachmittag, wenn das Licht weicher ist und der Weg angenehmer wirkt. Im Sommer kann es auf dem offenen Weg sehr heiß werden.

Unfiltered Tipp: Nicht nur auf das Denkmal selbst schauen. Schon während des Aufstiegs verändern sich die Perspektiven: Felsen, Bäume, Stufen, Wind und immer wieder der Blick über Epirus, das Ionische Meer und die Landschaft rund um Preveza.

Standort: Tanz-von-Zalongo-Denkmal auf Google Maps ansehen



Die Geschichte hinter dem Denkmal


Im Dezember 1803 endete der lange Widerstand der Soulioten gegen Ali Pascha von Ioannina. Während der Flucht geriet eine Gruppe von Frauen und Kindern auf den Höhen von Zalongo in eine aussichtslose Situation.


Der Überlieferung zufolge entschieden sich die Frauen gegen Gefangenschaft und Versklavung. Sie sollen ihre Kinder und anschließend sich selbst von den Felsen gestürzt haben. Später entstand daraus die Erzählung vom „Tanz von Zalongo“, bei dem die Frauen singend und Hand in Hand ihrem Schicksal entgegengingen.


Historiker diskutieren bis heute einzelne Details dieser Überlieferung. Ob tatsächlich getanzt und gesungen wurde, lässt sich historisch nicht eindeutig belegen. Dass sich Frauen von Souli hier das Leben nahmen, um einer Gefangennahme zu entgehen, gilt jedoch als historisch überliefert.


Gerade diese Mischung aus Geschichte, Erinnerung und Legende macht den Ort bis heute besonders.



Ein Denkmal der Moderne


Überraschend ist, dass das Monument selbst gar nicht alt wirkt.


Die sechs stilisierten Frauenfiguren erinnern eher an moderne Kunst als an ein klassisches Kriegerdenkmal. Entworfen wurde die Skulptur vom griechischen Bildhauer Giorgos Zongolopoulos. Nach mehreren Jahren Bauzeit wurde sie 1961 eingeweiht.


Das Monument ist rund 18 Meter lang und etwa 13 Meter hoch. Im Inneren befindet sich eine Betonkonstruktion, außen wurden mehr als 4.000 helle Kalksteinblöcke verarbeitet.


Aus der Entfernung erscheinen die Figuren fast abstrakt. Mit jedem Schritt näher erkennt man jedoch die angedeuteten Körperformen und die verbundenen Hände. Die Bewegung der Figuren erinnert an eine Kette von Menschen, die gemeinsam voranschreiten.



Der Weg nach oben


Viele erinnern sich besonders an die Stufen, die zum Denkmal hinaufführen.


Vom Bereich des Klosters Agios Dimitrios führt ein gepflasterter Weg mit mehreren hundert Stufen hinauf zum Monument. Während des Aufstiegs öffnet sich der Blick immer weiter über die Landschaft von Epirus.


Oben angekommen wirkt das Denkmal anders als auf Fotos. Die Größe lässt sich aus der Entfernung kaum einschätzen. Gleichzeitig steht es erstaunlich ruhig in der Landschaft.


Vielleicht liegt genau darin seine Wirkung.


Es erzählt keine Geschichte mit vielen Worten. Es zeigt nur sechs Figuren, die sich an den Händen halten. Alles andere bringt der Besucher selbst mit: das Wissen um die Ereignisse, die Fragen nach Freiheit, Erinnerung und den Preis von Entscheidungen.





Ein Denkmal, das man nicht übersehen kann


Rund um Preveza gibt es viele Orte, die von der Geschichte der Region erzählen. Das Zalongo-Denkmal gehört zu denjenigen, die schon durch ihre Erscheinung auffallen.


Nicht wegen aufwendiger Verzierungen oder großer Inschriften.


Sondern weil die sechs Figuren auf dem Bergrücken selbst aus großer Entfernung sofort erkennbar sind – als würden sie noch immer gemeinsam den Horizont entlanggehen.



Praktische Hinweise für deinen Besuch


Das Tanz-von-Zalongo-Denkmal erreicht man zu Fuß vom Bereich des Klosters Agios Dimitrios aus. Der Weg nach oben ist gepflastert und gut erkennbar, führt aber über viele Stufen und kann je nach Wetter anstrengend wirken.

Feste Schuhe oder zumindest gute Sandalen sind angenehmer als einfache Flip-Flops. Besonders im Sommer lohnt es sich, Wasser mitzunehmen und die Mittagshitze zu vermeiden. Der Aufstieg ist nicht extrem lang, aber offen, steinig und bei Sonne schnell warm.

Oben angekommen wirkt das Denkmal anders als aus der Entfernung. Die Figuren sind größer, stiller und körperlicher, als man es von unten erwartet. Gleichzeitig öffnet sich der Blick weit über die Landschaft von Epirus, bis zum Meer und über die Küstenregion rund um Preveza.

Der Ort ist nicht nur ein Aussichtspunkt. Er erinnert an ein tragisches Kapitel der regionalen Geschichte. Deshalb lohnt es sich, oben nicht nur Fotos zu machen, sondern einen Moment ruhig stehen zu bleiben und den Ort wirken zu lassen.



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Denkmal „Der Tanz von Zalongo“ auf dem Zalongo-Berg in Epirus vor blauem Himmel mit Wolken.

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